Erwerbsunfähigkeit (EU)

Zu den höchsten Gütern Ihrer Kunden zählt die Arbeitskraft – dadurch werden das Einkommen und der Lebensunterhalt sichergestellt. Im Schnitt scheidet jedoch jeder vierte Beschäftigte vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus. Jährlich stellen ca. 400.000 Versicherte einen Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente.

In der gesetzlichen Rentenversicherung besteht seit dem 01. Januar 2001 nur noch ein Anspruch aufgrund von Erwerbsminderung. In der privaten Versicherungswirtschaft wird jedoch nach wie vor weiterhin der Begriff Erwerbsunfähigkeit verwendet. Für alle nach dem 01. Januar 1961 geborene Personen stellt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente lediglich eine Grundversorgung dar. Leistungen werden fällig, wenn die versicherte Person wegen einer Erkrankung oder beispielsweise einer Behinderung dem Arbeitsmarkt nicht mehr als sechs Stunden täglich zur Verfügung stehen kann.

Leistungsgrade pro Arbeitstag:

  • Volle Rente: weniger als 3 Stunden täglich

  • Halbe Rente: zwischen 3 und 6 Stunden täglich

  • Keine Rente: ab 6 Stunden oder mehr täglich

(Für Versicherte, die vor dem 02.01.1961 geboren sind, gilt eine andere Leistungsfallprüfung: hier fließen sowohl der erlernte als auch ein gleichwertiger Beruf in die Leistungsfallprüfung ebenfalls mit ein.)

Aus Leistungssicht wird zwischen voller und halber Erwerbsminderungsrente unterschieden. Bei einem Leistungsanspruch im Rahmen der vollen Erwerbsminderungsrente beträgt dieser ca. 34% des letzten Bruttoeinkommens, während sich die halbe Erwerbsminderungsrente auf ca. 17% beläuft.

Aufgrund der sehr geringen Leistungen dient die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nicht im vollen Umfang als Arbeitskraftabsicherung und daher ist eine private Zusatzversorgung existenziell wichtig für Ihre Kunden. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung bietet dabei eine günstige Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

In der Regel gilt:

Erwerbsunfähigkeit besteht, wenn der Betroffene aufgrund vonKrankheitoder Behinderung auf absehbare Zeit (mindestens sechs Monate) nicht in derLageist, eineTätigkeitunter den normalen Bedingungen des Arbeitsmarktes im Umfang von mindestens drei Stunden täglich auszuüben. Einige Anbieter leisten jedoch auch bei Pflegebedürftigkeit.

Achten Sie bei der Produktauswahl ist vor allem auf den Prognosezeitraum, rückwirkende Leistung bei verspäteter Meldung und die zeitliche Definition der Erwerbsunfähigkeit.