Basis-/Rürup-Rente

Die Basis-/Rürup-Rente ist der 1. Schicht (Basisversorgung) der Altersvorsorge zuzuordnen. Hierzu gehören ebenfalls die gesetzliche Rentenversicherung, die Beamtenversorgung sowie die berufsständischen Versorgungseinrichtungen.

Ansprüche einer Basis-/Rürup-Rente können nicht beliehen, veräußert oder übertragen werden und sind nur bedingt vererbbar. Die Leistungen werden als lebenslange Altersrente ausgezahlt – eine Kapitalwahlmöglichkeit besteht nicht.

Beiträge einer Basis-/Rürup-Rente können seit 2005 nach §10 EStG anteilig steuerlich geltend gemacht werden. Im Jahr 2017 sind beispielsweise 84 % der entrichteten Beiträge anrechenbar. Die Absetzbarkeit steigt bis zum Jahr 2025 p.a. um jeweils 2 %.

Somit sind die Beiträge zur Basisversorgung ab 2025 zu 100% absetzbar.

Im Rentenalter werden Rentenzahlungen der Basis-/Rürup-Rente steuermäßig wie Einkommen behandelt. Jedoch ist im Rentenalter mit einer niedrigeren Steuerbelastung im Vergleich zum Arbeitsleben zu rechnen. Bis zum Jahr 2040 gibt es hinsichtlich der steuerlichen Anrechenbarkeit eine Übergangsregelung: von anfänglich 50 % im Jahr 2005 erreicht die Anrechenbarkeit im Jahr 2040 die volle Anrechenbarkeit von 100 %.

Ansparphase

Rentenphase

Abziehbarer Beitragsanteil

(Sonderausgabenabzug in Prozent)

2018: 86 %

2020: 90 %

2025: 100 %

2040: 100 %

Nachgelagerte Besteuerung

(Anteil in Prozent)

2018: 76 %

2020: 80 %

2025: 85 %

2040: 100 %

Im Rahmen von Hartz IV/ Arbeitslosengeld II muss - abgesehen von gewissen Freibeträgen – vor Bezug staatlicher Leistungen, zunächst das „verwertbare“ Vermögen aufgebraucht werden. Die Basis-/Rürup-Rente zählt nicht zum verwertbaren Vermögen nach Hartz IV/Arbeitslosengeld II.